– Tag 10

Liebes Tagebuch,

erstmal ein fettes Sorry, dass ich nicht, wie du es gewohnt bist, Gestern von meinem Tag erzählt habe. Es war einfach zu viel los und wir sind Nachts noch so lange Draußen rumgelaufen. Ich habe mittlerweile richtig Gefallen daran gefunden Nachts die anderen Zelte zu besuchen und auch ein bisschen die Betreuer_innen zu ärgern. Aber fangen wir mal von vorne an...

Der Tag begann für mich recht träge und das zu einem ganz ungünstigen Zeitpunkt. Es standen nämlich für den Vormittag (Sport-)Turniere an und ich wollte topfit sein, hat nicht geklappt. Mit müden Knochen schleppte ich mich also zum Frühstück, um mich für den Tag zu stärken. Ein Betreuer erzählte mir beim Frühstück ganz eifrig, dass uns eine Hitzewelle bevorsteht. Hitze klingt auch irgendwie belastend, aber wohl besser als Regen. Generell bin ich auch mit keinem Wetter wirklich zufrieden... zu kalt, zu windig, zu warm, zu neutral. Ich schließe mich daher den dauergrinsenden Schönwetter-Menschen an und lasse mich von der aufkommenden guten Laune mitreißen.

Die Entscheidung bei welchem Turnier ich mitmache fiel mir äußerst schwer. Neben gängien Sachen wie einem Völkerball-, dem Streetsoccer und dem allseits beliebten Rundeturnier, gab es auch etwas gewagtere Turniere wie Floorball-, Tischtennis- und ein Kanuturnier. Kanuturnier, was soll das denn sein? Kanuwettrennen oder was? Klingt anstrengend, das mach ich nicht. Die Leute aus meinem Zelt erzählten mir aber im Nachhinein, dass das mega viel Spaß gebracht hat. Ich entschied mich aber für das weniger laufintensive Tischtennis. Wir spielten gemischtes Doppel, der Sieg war mir zweitrangig. Ich hatte ganz vergessen wie viel Spaß Tischtennis machen kann.

Am Nachmittag gab es dann endlich mal wieder ein Großspiel. Eine Version von Pfennig Fuchser, das eins meiner absoluten Lieblingsspiele ist! Allerdings haben wir uns dafür in die Rolle von Rebellen im Star Wars Universum begeben. Unsere Aufgabe war es, Alleine oder zu Zweit, auf einer Art riesiegem Marktplatz Teile für ein Raumschiff zu kaufen. Der Clou dabei ist, dass man so wenig Geld wie möglich ausgeben darf, um am Ende zu gewinnen. Mittlerweile habe ich mitbekommen, dass auch die Betreuer_innen einen internen Wettkampf haben wer am Meisten und am Besten verkauft. Also gibt es immer ein riesiges verhandeln, feilschen und diskutieren. Über den Lagerplatz schallte Star Wars Musik, es gab einen Schwarzmarkt mit Boba Fett und alle Händler haben sich mega viel Mühe gegeben. Star Wars kenn und mag ich und bin dementsprechend beeindruckt, wie authentisch viele Charaktere dargestellt wurden. Das gibt ein Sternchen würde Frau Thomas sagen. Ich weiß nicht wie gut ich abgeschnitten habe, weil die Ergebnisse erst Morgen kommen, aber das ist mir auch nicht so wichtig. Ich habe es geschafft mein Raumschiff zusammen zu bauen, hatte eine Menge Spaß und bin ohnehin eher zu den Ständen gegangen, die eine coole Aufmachung hatten.

Nach dem Abendessen stand endlich mal wieder Meine Zeit auf dem Programmplan. Meine Zeit am Abend mag ich sehr gerne. Es herrscht dann immer ein munteres Treiben auf dem Zeltlagerplatz und man kann den Tag entspannt ausklingen lassen. Ich habe mich auch ein bisschen von der Atmosphäre treiben lassen. Ich hab kurz bei dem überaus beliebten Magicturnier vorbeigeguckt (da haben locker 50 Leute mitgespielt, verrückt), mit Leuten aus meinem Zelt einen Kuchen im KüZi gebacken und viele nette Gespräche geführt. So könnte für mich jeder Tag im Zeltlager enden. 

Abends waren wir dann wie gesagt noch sehr aktiv, weil uns ein weiterer Ausschlaftag bevorstand. Das ist ja wohl Anlass genug, um ordentlich Schabernack zu treiben, das haben wir dann auch gemacht. 

Wir hören uns heute Abend liebes Tagebuch

Tage