– Tag 12

Liebes Tagebuch, 

programmmäßig war Heute einer meiner liebsten Zeltlagertage, der Tripple AG-Block. Für mich ein absoluter Traumtag. Wir gehen auf das Ende des Zeltlagers zu (*schnief*) und der Tag ist ideal, um noch mal etwas die Akkus aufzuladen. Ich kann mir an diesem Tag mein eigenes Programm auswählen und Sachen machen, die ich mir schon länger vorgenommen habe oder etwas ganz Neues ausprobieren. Insgesamt ist es auch für Alle ein guter Zeitpunkt, um das bisher Erlebte zu reflektieren und Anlauf auf die letzten Zeltlagertage zu nehmen, das große Finale steht uns bevor!

Ich hatte mir vorgenommen Heute möglichst viele AG's (ich weiß es heißt eigentlich AG'en, aber das hört sich doof an) mitzumachen und mal das breite Programm zu erleben. Deshalb wagte ich mal was ganz Neues und ging zur Warhammer AG. Es ging irgendwie um kleine Spielfiguren, Armeen, viele Würfel lagen rum und es lief Metal Musik. Ich weiß nicht genau, ob die Metalmusik wichtiger Bestandteil des Ganzen war, fühlte sich aber so an. Ein aufwendig gestaltetes Spielfeld wurde von noch aufwendigeren Spielfiguren besiedelt und wir fingen nach ein paar Regelklärungen auch schnell an zu spielen. Ich hab nicht Alles verstanden, war viel damit beschäftigt nicht die kleinen Figuren zu beschädigen, aber hatte dennoch viel Spaß und hab mal wieder neue Leute kennengelernt.

Danach hab ich noch schnell eins meiner weißen schnöden T-Shirts gebatikt (sieht jetzt richtig fesh aus) und bin dann zu einem erneuten Wasser-Dauerbrenner gegangen. Es gab anscheinend sehr viel Nachfrage nach dem Wasser-Dauerbrenner. Mir passte das ganz gut, denn schon ab 11 Uhr herrschte eine fast unerträgliche Hitze. Blau hat sehr gut aufgespielt und liegt seit gut einer Woche mal wieder vorne. Sehr spannend und wir steuern stark auf die 1000 Punkte zu. 

Am Nachmittag stand noch eine etwas größere AG an, die eigentlich ein freiwilliges Großspiel war. Eine Abwandlung des bekannten Takeshis Castle. Kevin Costners Meisterwerk Waterworld diente als Kulisse für dieses Spiel und die einzelnen Spiele hatten allesamt mit Wasser zu tun, perfekt bei dem Wetter. Ca. die Hälfte des Zeltlager spielte mit. Wir durchliefen verschiedene Stationen und man konnte bei jeder Station sofort ausscheiden, risikoreiches Spiel also. Kevin Costner höchst persönlich führte uns zu den einzelnen Stationen, um die Smoker zu besiegen und das Dryland zu erreichen, erstaunlich, dass das Alles bei mir hängen geblieben ist. Aber ich zitiere mal Timon: "Das war das geilste Spiel der Welt!" Die Betreuer waren leicht selbstironisch, mit viel Humor und unbändiger Motivation dabei und das ganze bei guten 30 Grad. Ich kam in die dritte Runde und war danach noch länger in der Ostsee baden.

Im Laufe des Tages kamen mir immer wieder Betreuer_innen entgegen, die davon sprachen, dass Heute Trikottag ist. Auf Nachfragen von mir, was denn nun der Trikottag sei, kamen die verschiedensten Antworten. Meiner Einschätzung nach sieht es wie folgt aus:

30% das jeweilige Team abfeiern, das auf dem Trikot dargestellt wird

20% wir machen was zusammen und werden dadurch auch irgendwie zu einem Team

50% Profilierung wer das allergeilste Trikot hat

Mir letztendlich auch egal. Ich hatte nämlich, als hätte ich es geträumt oder gar erahnt, ein altes Mario Basler Bremen 1995 DBV Trikot von meinem Vater mit, damit hab ich wohl in allen Kategorien gewonnen. Am Abend kam es sogar zu einer spontanen Trikotparade. Die Trikotparade wurde locker flockig während des Abendessens (es gab Hot Dogs auf dem Basketballplatz) veranstaltet. Jede_r durfte kurz etwas zu sich und seinem Trikot sagen und dann den Catwalk nutzen. Obwohl die ganze Szenerie sehr angenehm und witzig war, habe ich mich nicht getraut mich vor allen Leuten zu präsentieren und dabei wollte ich doch dieses Jahr eigentlich Alles mitmachen.

Nach dem Abendessen war ich noch bei einer Gesprächsrunde "NK2 20016 mit 15 Jahren - was kommt nächstes Jahr?". Spannende Perspektiven wurden uns da aufgetan und ich habe gemerkt, wie doll die unterschiedlichsten Leute an Neukirchen hängen, Gämsehaut. Um 22 Uhr stand uns dann noch ein weiteres Highlight bevor. Wir trugen unsere Pritschen auf den Sportplatz und das ganze Zeltlager hat auf dem Sportplatz geschlafen. Natürlich (leider) wurde zwischen Jungs und Mädchen getrennt, in der Mitte haben deshalb die Betreuer_innen geschlafen und es gab auch eine Nachtwache zu der wir immer gehen konnten und die etwas aufgepasst hat, dass wir keinen Schabernack treiben. Wir haben dann noch einen Film geguckt, aber ich habe hauptsächlich in den atemberaubenden Sternenhimmel geguckt und mir verinnerlicht, dass ich nur noch 6 Nächte in Neukirchen vor mir habe. Meine letzten 6 Nächte als Laki in Neukirchen, lass uns daraus etwas Unvergessliches machen liebes Tagebuch.

Bis Morgen.

 

 

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