– Tag 15

Liebes Tagebuch,

heute war ein Auschlaftag. Der war für mich auch echt bitter nötig. Zwei Wochen Zeltlager sind nämlich schon echt anstrengend. Du möchtest möglichst lange wach bleiben und hast einfach die Angst irgendwas zu verpassen, weil die ganze Zeit irgendwas tolles passiert. Das zehrt natürlich. Von daher ist dieser Auschlaftag echt wichtig, um die letzten Tage noch richtig zu genießen. Manche Teilnehmer stehen schon früher auf, um den ganzen Morgen Pfannkuchen zu Essen und Magic zu spielen. Die Stimmung beim langen Frühstück im Esssaal ist aber für alle richtig toll. Heute gab es auch noch Milchreis mit roter Grütze dazu, für den äußerst unwahrscheinlichen Fall das jemand keine Pfannkuchen mag.

Nachmittags kam ein Wolkenbruch, nachdem es heute Nacht schon ordentlich gewittert hat. Das nächtliche Gewitter habe ich voll verschlafen. Die Anderen meinten aber, dass das voll krass war. Blenden helle Blitze und dichtester Regen und das fast eine halbe Stunde lang. Naja, also wegen des Wetters gab es einen bastellastigen AG, inklusive Magicturnier. Ich habe Schlüsselhänger gemacht, die ich meinen neuen Freunden mitgeben möchte. Ich finde nämlich die Freundschaftsbändchen langweilig und Schlüsselanhänger viel praktischer.

Danach habe ich noch einen Ring gemacht, weil am Abend die Zeltlager-Hochzeit stattgefunden hat. Diese war sehr romantisch, da der Esssaal bunt geschmückt worden ist - Thema war hier Maritim. Deshalb gab es auch statt des Pastors einen waschechten Kapitän, der die Trauungen durchgeführt hat. Dieser hatte nicht nur flotte Sprüche drauf, sondern mit seinem Kapitänspatent anscheinend auch die Berechtigung Zeltlagerhochzeiten durchzuführen. Ich habe auch einen Zeltlager Ehepartner geheiratet, wir haben uns aber nach der Ringübergabe nicht geküsst, sondern umarmt, weil wir nicht ein Paar sind. Wir sind ziemlich gute Freunde, die sich hier kennengelernt haben und das symbolisch dann durch die Hochzeit besiegelt haben. Natürlich gab es auch einige echte Paare, die sich hier kennen und mögen gelernt haben.

Nach der Hochzeit hat noch eine Nachtwanderung stattgefunden. Das Wetter war besser, aber immer noch leicht stürmisch, was natürlich super stimmig mit dem Gruselthema dieser Nachtaktion war. Ich bin eher anfällig was gruselige Situationen angeht und bin daher mit einer der ersten Gruppen gegangen, weil die Betreuer verschiedene Schwierigkeitsgerade für die Nachtwanderung geplant hatten. Das fand ich echt gut von der Sache her. Für wiedergekehrte und noch nicht aufgebrochene Gruppen gab es noch ein Kino, es lief irgendein Disney Film. Ich habe aber mit meinen Freunden geschnackt darüber was wir erlebt haben und noch die letzten Tage machen wollen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit,

Gute Nacht, bis morgen! 

Tage